Peloponnes Reise 14 im Osten – Astros – Saladi Beach – Vulcano Methanon – Korfos

Donnerstag 13.06.2019  53. Tag

Poulithra über Leonidi nach Astros 

Schon wieder verabschiedet sich eine mondklare Nacht und diesmal auf höheren Gefilden. Ich freue mich schon seit gestern Abend auf den Sonnenaufgang mit dem Blick auf`s Meer runter. Wau….. und tatsächlich taucht heute Morgen um 6 Uhr (wir sind hier der Schweizerzeit eine Stunde voraus) die Sonne als riesen grosse rote Kugel zwischen den kleinen Inseln aus dem Meer heraus. Gigantische Augenblicke 😊 einfach berührend in dieser Stille hier. Ich wecke sogar Roger auf, dass er diese Einmaligkeit auch wahrnehmen kann auch wenn er erst ein Auge offen hat. Während Roger nochmals etwas schlafen geht picke ich mir die reifen schwarzen Maulbeeren vom Baum und esse die liebend gerne als äusserst feine Vorspeise.
Nach dem Frühstück fahren wir die gut 600 Höhenmeter über die Kurvenreiche Strasse runter ans Meer in den Hafen von Leonidi. Hier kann Roger bestens stehen und arbeite, hat das besten Empfang und ein paar Schritte zum Meer für eine Abkühlung. Derweil fahre ich durch die gigantische Gebirgsschlucht im Parnon-Gebirge mit den steilen kahlen Felshängen mit dem Ziel, das Kloster Elonis zu besichtigen. Die Flanken vom sommerlich ausgetrockneten Flussbeet sind grösstenteils mit Oleandersträucher bepflanzt und präsentieren sich in voller Blütenpracht. Das Kloster Elonis klebt weit oben in einer Felswand wie ein „Schwalbennest“ im Niemandsland. Die Höhenmeter dort hoch überwinde ich mit FeBu in vielen sanft angelegten Serpentinen und das letzte Stück laufe ich bei 36 Grad herrlicher Sommerwärme, denn wer weiss ob ich oben FeBu parken kann? Von der Klostermauer geniesse ich über blühende Oleanaderbüsche und wolligblühende Sträucher hinweg die grandiose Sicht auf das karge Gebirge und in die Täler hinein. Allerdings ist es für Menschen mit Höhenangst nicht unbedingt geeignet und nochwas…. Da fällt man auch nur einmal runter. Beim Eingangstor habe ich das Gefühl dahinter versteckt sich gleich das Himmelstor. Der Blick in die überhängenden Felswände ist eindrucksvoll. Die byzantinische Kirche des Klosters, welche sie grad am Renovieren sind, ist vollgehängt mit Weihrauchgefässen. Die Zimmer der der Mönche sind sichtlich klein und alt. Die Blümentöpfe schön bepflanzt und auch in den Felsritzen gibt es noch blühende Pflänzli. Der Souvenierverkauf ist noch sehr eingeschränkt. Aber das was angeboten wird an diesem einen Stand stammt alles aus Eigenproduktion (div. Sorten Bienenhonig vom Wald- über den Orangen, Erica bis hin zu gemischtem Honig. Blütenpollen, Konfitüre, Tomaten, Gurken, Oliven, Nektarinen, Orangen, Zitronen, Aprikosen, getrocknete Küchenkräuter, Seifen etc.) und da kaufe ich noch einiges ein bei dieser einheimischen Frau aus Leonidi bevor ich zurück ans Meer fahre.
Zurück bei Roger springe ich kurz ins angenehme Meer und nachher fahren wir weiter nach bis kurz vor Artos auf unseren neuen ausgesuchten Platz wo wir ganz alleine sind am Km langen Kies- Sandstrand. Der spätabendliche Blick auf den beleuchteten Artos Burgberg ist wunderschön.

Freitag 14.06.2019  54. Tag

Astros 

Nach einer erholsamen warmen Nacht mit zum Teil undefinierbaren Geräuschen bricht schon wieder ein neuer Tag an mit angenehmen 22 Grad. Nach dem Frühstück fahren wir 2 Km weiter und stehen hier in dieser kleinen Nische im Naturschutzgebiet noch viel besser am gleichen Kilometer langem Strand.
Nach der Morgengymnastik und dem Frühstück fahre ich mit FeBina los mit dem Ziel, das gegenüberliegende Städtli Astros und den Burgberg anzuschauen. Es ist herrlich bei diesem klaren sonnig warmen Tag durch das ruhige Naturschutzgebiet zu fahren und noch niemand ist unterwegs. Und doch plötzlich höre ich was und eine kleine Herde mit Schafen kommt mir entgegen und ein altes krummes schieflaufendes Fraueli (wäre bestimmt mit Behandlung noch was raus zu holen) hält die Truppe zusammen. Auch hier durchfahre ich Kilometer lange Olivenhainen und jeder Baum hat seinen einmaligen Stamm. Die einen sind uralt und in der Verknorrung erkenne ich ungefähr sein Alter. Zum Teil werden auch junge Schosse auf die noch jungen Stämme drauf gezweit und so die Olivenhaine verjüngt. Zu jedem Baum führt eine Wasserleitung in der Höhe oder am Boden. Zum Teil werden in den Reihen zwischen den Olivenbäumen noch Kartoffeln, Gurken oder Bohnen gepflanzt. Also dort wo fruchtbarer Boden ist, wird das maximum rausgeholt. Das Natursträsschen ist irgendwann fertig und mündet in eine Teerstrasse ein und jetzt bin ich wieder am Meer und Astros ist sichtbar. Ich radle durch die Promenade in die Einbahnstrasse rein durch den Hafen und die Einbahnstrasse hoch zum Leuchtturm, die „Partyarena“ und schlussendlich steil hoch zur Burg. Vieles ist nicht mehr erhalten, alles verwildert doch der Blick in alle Richtungen ist fantastisch. Auf dem Retourweg gehe ich noch shoppen im Städtli und vor allem Wasser kaufen, was trinken an der Promenade und eine Glace schlecken! Die Temperatur liegt so bei 34 Grad und der Fahrwind ist perfekt und nie würde ich glauben, dass was das Thermometer anzeigt. Wieder angekommen bei FeBu gehe ich schwimmen im klaren recht warmen Meer und es ist doch eine Abkühlung. Auch heute Abend so um 22 Uhr nehmen wir von weitem die gleichen Geräusche war und nun wissen wir auch, dass die von den Schakalen herkommen. Ja dann trotzdem gute Nacht. Ich bin in der Wüste Sinai auch schon einem Schakal begegnet und habe keine Befürchtungen, dass da etwas passiert.

 

Samstag 15.06.2019  55. Tag

Astros 

Noch in der Nacht so ca. 02.30 Uhr sind die Schakale ganz nahe bei uns. Es ist fast Vollmond und alles hellbeleuchtet. Ich nehme aus meinem Bett die Sicht aus der Vogelperspecktive wahr. Aus dieser Höhe habe ich einen tollen Überblick, was da draussen läuft. Und tatsächlich streunt ein schmaler Schakal so 15 Meter neben FeBu durch den Fahrweg. Die anderen geben noch Laute von sich und wer weiss, was die da jagen werden.
Nach diesem Spuck schlafe ich wieder ein und der schon bald erwacht der neue Tag. Nach einer kurzen Stärkung bewege ich FeBina zur Türkenbrücken und fahre weiter in das Dorf Agios Andreas um etwas einzukaufen. Bei der Kirche in einem Garten blühen alle Blumen und Sträucher wunderschön und ich sehe, wie die alte Dame liebevoll ganz sanft Wasser giesst mit dem Schlauch. Ich fotografiere ihre Blumen und sie fragt mich, ob sie mich abduschen soll…… oh nein danke ich habe nicht heiss. Sie schneidet dann sofort eine blühende Rose ab für mich, pflückt Zitronen, Orangen und Aprikosen und schenkt mir all das. Mein Rucksäckli ist ja so schon fast voll und kaum noch Patz für einen Salat, welchen ich kaufen möchte. Sie sind ja so liebenswürdig, diese Griechen. So setzte ich meine Fahrt durch das Dorf fort und fahre durch Olivenhaie in nächste und ins übernächste Dorf, bis ich meinen Salat einkaufen kann. Und jetzt hetzte ich durch das Naturreservat zurück und gehe schwimmen.
Nach dem Abendessen diskutieren wir, ob wir für die Schakale eine Fotofalle aufstellen sollen oder nicht. Ja spannend wäre es ja schon diese Schakale so festzuhalten. Wir suchen das Gelände nach Spuren der Schakale ab um dort eine Foto-Falle zu installieren. Roger sucht nun seine Kamera aber leider hat er zu wenig Batterien und so müssen wir das Unterfangen streichen. Auch mit dem Handy und einer geeigneten App funktioniert es nicht, da das Handy in der Dunkelheit die Bewegung nicht erkennt um dann ein Foto auszulösen. Schade…. Aber was solls vielleicht sind sie diese Nacht in einer anderen Ecke. Und tatsächlich war es diese Nacht ganz ruhig.

Sonntag 16.06.2019  56. Tag

Von Astros über Nafplio nach Paralia Lampaginna 

Tatsächlich ist es diese Nacht ruhig und die Sonne strahlt am Morgen zeitlich hinter den Bergen hervor. Leid und ungern verlassen wir heute Nachmittag auch diesen Ort. Die Reise geht weiter und die Zeit wird immer kürzer und es gibt doch noch eine grosse Ecke zu bereisen. Auch hier ist die erhöhte Küstenstrasse bestens zu fahren und in den Dörfern wird es enger wie wir es ja schon kennen.So passieren wir mit 37 Grad die letzte Bucht im östlichen Finger mit der kompakten Stadt Nafplio mit seinem grossen Schiffshafen. Hier ist recht viel betrieb, denn sie haben heute Pfingsten. Auch der Burg statten wir noch einen Kurzbesuch ab und der Blick runter auf das Städtli ist wunderschön. In diesem Ort hat heute sogar der Lidl offen und wir kaufen kurz noch was ein. Nachher geht die Fahrt weg vom Meer ins Landesinnere und über Olivenbäume so weit das Auge sieht. Kurz vor dem neuen Ziel finden wir noch eine Wasserquelle und füllen die Wassertanks auf. Hinter uns, in dem Tal wo wir grad herkommen, braut sich ein Gewitter zusammen und wir hoffen, dass es bis zu uns vordringt, sodass unsere Wagen entstaubt werden. Wir fahren weiter und tatsächlich fahren wir auch noch in ein kurzes Gewitter mit Blitz und Donner rein und die WOMIS werden so gratis abgewaschen. Unseren geplanten Stellplatz finden wir auf Anhieb im Trockenen. Es ist ein schmaler Strand und Bürso und FeBu finden einen einsamen tollen Platz.

Montag 17.06.2019  57. Tag

Paralia Lampaginna zum Saladi Beach 

Nach der hellen Vollmondnacht steht die Sonne auf bevor der Mond schlafen gegangen ist. Nach dem Frühstücken fahren wir 2 Kilometer um die Ecken weiter an einen ellenlangen schönen Strand
Hier stehen schon ein paar WOMIS und wir finden für uns eine ruhige Ecke, wo keiner ist. Heute verbringe ich einen ruhigen Tag mit schwimmen und kochen und schreiben und ja mit Füessli bada….. Heute beim schwimmen habe ich seitlich einen Seeigel durch meine Badeschuhe durch erwischt und diese Stacheln stupfen extrem und brechen immer ab, wenn ich sie rausziehen will. Also macht mir Roger ein warmes Meerwasserfussbad mit frisch gepresstem Zitronensaft. Der Zitronensaft soll das Kalk der Seeigel auflösen, da diese fast nur aus Kalk bestehen. Ich versorge den Fuss energetisch und der BEMER ist auch fleissig im Einsatz, damit wird die Schwellung rasch abgebaut. Nach dem langen Fussbad sind die Stacheln eingeweicht und Roger zieht zwei Stacheln heraus und ich grüble auch noch zwei so halbwegs raus mit der Nadel. So belassen wir es für heute Abend und schauen was bis morgen früh passiert.

Dienstag 18.06.2019  58. Tag

Saladi Beach 

Wunderbar geschlafen, der Fuss sieht bestens aus. Es sticht noch mit bewegen und so mache ich wieder ein warmes Fussbad diesmal mit Balsamico. Ich lese und schreibe und FeBina muss heute hald warten. Am Mittag ziehen ganz rasch ein paar Wolken am Himmel auf und tatsächlich fallen ganz kurz ein paar Regentropfen. Der Spuck ist so schnell vorbei wie er gekommen ist und die Sonne strahlt wieder, so wie wir es längst gewohnt sind. Am Vesper wiederholt sich der Spuk und jetzt fällt doch ein klein wenig Regen aber lange dauert es nicht an. Die Natur hier hätte ja Regen so dringend nötig, denn es ist alles extrem ausgetrocknet und permanent zwischen nachts 22 bis 37 Grad tagsüber. Für mich ist die Wärme herrlich 😊 so richtig bis auf die Knochen aufgewärmt. Jeder der im Lot ist mit sich und vor allem mit einem intakten Wasserelement/Fundament erträgt die Wärme sowie die Kälte auch. Der Sommer ist in der höchsten Expansion und wenn das Feuerelement in Fülle ist ja dann ist es den Leuten hald zu heiss.
So um 18 Uhr fahre ich mit Roger und seinem Bürso noch 2 ganz abgeschiedene einsame Buchten anschauen. Auf diesen abheldigen verlöcherten steilen Strässchen könnte ich mit FeBu gar nicht mehr fahren Auch 3 Landschildkröten sind noch langsamer unterwegs als wir und bleiben regungslos auf der Strasse wo sie gerade sind. In den hinteren Buchten haben die Griechen etliche Fischzuchten angesiedelt und irgendwie habe ich keine Lust mehr Fisch zu essen, wenn sie auch hier gezüchtet werden. Ist hald überall so, wenn die Nachfrage grösser als das Angebot ist.
Wir sind echt froh, dass wir wieder ganz zurück sind und die Sonne ist grad schlafen gegangen. Ich gönne meinem rechten Fuss nochmals ein angenehmes Meerwasserbad mit Balsamico. Wir besprechen noch den weiteren Reiseverlauf wie wo und wann wir was noch machen können. Nach dem Schlummitrunk verziehe ich mich bald mal in mein Kabäuschen.

Mittwoch 19.06.2019  59. Tag

Saladi Beach  über Apollo Beach zur langgezogenen Strandstrasse  

Ein neuer Tag bricht herein und meinem Fuss geht es wunderprächtig.
Nach dem Frühstück verabschiede ich mich wie besprochen von Roger und bereise die östliche Ecke der Peloponnes selber. Roger ist an einem intensiven Thema dran und ist froh, wenn er sich in eine einsame ungestörte Bucht zurückziehen kann. Ich fahre über Didima und andere kleine Dörfer und erreiche eine kleine Bucht, jedoch noch nicht meine ausgesuchte. Meine Strasse führt links weiter und das ist nur noch ein schmaler Feldweg und ich fahre noch 200 Meter und dann kommt ein Riesen Stutz, welchen ich bestimmt nicht fahren kann mit FeBu. Auf engem Raum wende ich dann, was gar nicht so einfach ist in dieser holprigen mit Rinnen versetzten weisse Strasse. Es gibt weiss bezeichnete Strassen wie die Zufahrtsstrasse zu diesem Strand welche etwas schmaler und asphaltiert sind. Da gibt es auch Ausweichstellen wo man kreuzen kann. Es können jedoch auch Abkürzungswege sein die in Form eines Feldweges weiterführen. Das ist etwas verwirrend hier. Auf Umwegen erreiche ich den Apollo Beach und schwimme da mal vorsichtig ein paar Meter im Meer. Auch hier sehe ich Seeigel an den grossen Steinen kleben. Der Strand ist klein und schön, ein WOMI ist da aber hier bleibe ich bestimmt noch nicht. Ich setzte meine Fahrt fort und finde an der langgezogenen Sandstrasse einen herrlichen Schlafplatz direkt am Meer mit Blick auf eine grosse Jacht und ein 3 Mastiges Segelboot. Ich setzte mich ans Meer und schaue zu wie die verschleierte Sonne hinter den „Bergen“ verschwindet.
Jetzt plane ich noch die weiteren Routen, spiele noch etwas auf meiner spannenden Tablet-App „Mania 2016“ um einen neuen Rekord und dann schlafe ich bestimmt rasch ein unter den Pinien- und Wachholderbäumen.

Donnerstag 20.06.2019  60. Tag

Strandstrasse über Paralia Kouvertas, Agios Athanasios, Galatas, Volcano 

Eine ruhige Nacht geht zu Ende und die hell beleuchteten Schiffe sind immer noch auf dem Meer. Nach dem frühen Morgenschwumm frühstücke ich und nachher fahre ich los in östlicher Richtung. Bis ich alle 4 Orte besucht habe, brauche ich etwas Zeit. Meine Fahrt geht über Portoheli nach Kranidi ganz an die kleine Bucht Paralia Kouvertas im Osten. Da sind nur 2 Hausfrauen mit kleinen Kindern am baden und sonst alles leer. Dieser Platz entspricht nicht meinen Wünschen. Hier liegen überall Kerichtsäcke neben den Mülltonnen etc. So düse ich die ganze Küste hoch über den schönen Kurort Ermioni, wo ich im Hafen wenden muss, denn FeBu passt nicht in die Einbahnstrasse rein mit diesen engen Ecken. Dort treffe ich noch auf einen ZH mit einem grossen WOMI 4,5 Tonnen und er hat absolut keine Chance und dreht auch im wunderschönen belebten Hafen. Jetzt geht die Fahrt ein Stück vom Meer weg und die Orte Thermisia Hydra und Metohi liegen wieder fast am Meer. Die Strassen sind kurvenreich rauf und runter wie FeBu das schon gewohnt ist. Weit oben im Osten verlasse ich die Hauptstrasse und biege in eine holperige Naturstrasse ein, welche grad zu Beginn eine rechte Steigung hat. Da ich sehe, dass die Strasse kaum noch höher gehen kann, lasse ich mich darauf ein, was mich da auf den 4 Kilometern alles erwartet. Es geht ja praktisch alles abwärts einmal mit Rillen, dann holperig und oft habe ich schon etwas erbarmen mit FeBu wie unsanft er beidseits gestreichelt wird. Auf so einer Strasse können 4 Km ellenlang sein. Doch es hat sich gelohnt. Ich treffe auf eine Traumbucht. Jaaaa…. da gleich mal etwas schwimmen und überlegen ob ich hier schlafen soll oder weiter fahren auf die Halbinsel Methanon. Die Entscheidung ist gefällt und trotz aller Schönheiten und Ruhe vis a vis der Insel Idra fahre ich wieder hoch und weiter bis an meinen neu festgelegten Übernachtungsort durch das kleine Dörfchen Kaimeni Chora, welches aus Lava gebaut ist. Mein Wanderstell Parkplatz liegt auf ca 320 m im Gebirge der Halbinsel Methanon. Auch hier bin ich mausebein alleine und dusche abends um 21.30 Uhr noch draussen, dass ich dann schön frisch und sauber ins Bett huschen kann, wenn ich alles erledigt habe.

Freitag 21.06.2019  61.Tag

Vulcano Methanon nach Nea Epidauros und Korfos 

Die Vulcanberge lassen es nicht zu, dass ich den Sonnenaufgang sehe dafür ist der helle abnehmende Mond noch am Himmel. Ich kann es kaum erleben, wieder mal etwas zu Fuss in die Höhe auf den Vulcano zu laufen. 07.15 Uhr starte ich und die Sonne beleuchtet schon die obersten Vulcangesteine als ich aus dem Pinien- und Föhrenwald rauskomme. Ein wunderschöner Morgenblick mit dem Meer in der Tiefe und das rot erscheinende Lavagestein mit den grünen Bäumen dazwischen und dann der Tannenduft….. excellent, den kann ich leider nicht mitliefern. Der Weg ist auch im Krater drin bestens markiert und auf der Ostseite ist Vulkangestein und auf der Südwest Seite gibt’s sogar Kletterrouten im festen Fels. Soweit ich konnte bin ich auch hochgeklettert und hatte einen fantastischen Blick auf den Saronischen Golf mit all den kleinen Inseln. Und da ist um diese Zeit noch kein einziger Mensch oben. Die Ganzen Schönheiten gehören im Moment mir alleine.
Dieser Vulcan ist vor 300 Jahren letztmals ausgebrochen und das Lavagestein reicht bis zum Meer runter. Einige Blumen blühen noch doch die meisten sind schon verwelkt. Ich stöbere zum Schluss auch noch im Osten im Lavagestein rum und entdecke die wunderschön blühenden Kapern. Die gab es ja auf dem Südlichsten Punkt am Kap Tenaro massenhaft. In Artos habe ich gesehen wie eine Frau diese verblühten reifen Kapern einsammelt und bestimmt in Essig legt. Eine Delikatesse diese langstieligen Kapern, welche ich sehr gerne mag.
Kurz bevor ich absteige kommen doch noch 4 Personen schnaufend hoch und ich kehre überglücklich zurück zu FeBu, welcher schön wartet auf dem PP.
Nun fahre ich wieder runter ans Meer und in zwei Buchten sind auch wieder viele Fischzuchten angesiedelt. Am nördlichen Küstenrand gibt es nicht mehr so viele Badebuchten wie ich es noch vom Süden her kenne. Im grösseren Ort Nea Epidauros schaue ich mir die Badebucht an. Das entspricht nicht meinen Wünschen, denn es liegen jetzt schon viele am Meer und FeBu kann auch nirgends gscheit stehen. So fahre ich weiter in die übernächste Bucht nach Forfos und für diesen Ort habe ich ein tolles Gefühl. Unten angekommen auf dem Riesen grossen Parkplatz stehen vorne 2 lange WOMIS und ein kleines. FeBu platziere ich ganz hinten und so haben wir zwei den Überblick. Und jetzt sofort in die Badehose und rein ins Meer. Auch hier klares Wasser ohne grosse Wellen wie bis jetzt überall.

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